Zecken als Krankheitsüberträger

Zecken können gefährliche Krankheiten auf ihre Wirte übertragen, die besonders in den mediterranen Ländern weit verbreitet sind. Durch das erhöhte Reiseaufkommen in den vergangenen Jahren und der damit verbundenen Einschleppung von infizierten Zecken, treten diese Krankheiten jetzt auch vermehrt in der Schweiz auf.

Die wichtigsten durch Zecken auf den Hund übertragenen Krankheiten sind die Borreliose (Lyme disease), die Babesiose (Piroplasmose) und die Ehrlichiose (Rickettsiose). Die ebenfalls durch Zeckenbisse übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) kann auch für den Hund gefährlich werden, beim Menschen führt sie häufig zum Tod.

Borreliose (Lyme disease)
Borrelien sind Bakterien, die durch den Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus) übertragen werden. Die Borreliose geht mit Fieber, Appetitverlust und Mattigkeit einher. Es kann zu Gelenkentzündungen kommen, in späteren Stadien auch zu Organschäden.

Babesiose (Piroplasmose)
Babesien sind Einzeller, die durch die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) und die Bunt- oder Auzecke (Dermacentor reticulatus) übertragen werden. Sie befallen und zerstören die roten Blutkörperchen. Daher wird bei der Babesiose als häufigstes Symptom Blutarmut festgestellt. Weitere Symptome können hohes Fieber, roter oder grünlicher Urin sowie Gelbsucht sein. Häufig treten auch entzündliche Veränderungen der Augen auf. Sogar Netzhautablösungen können die Folge sein.

Ehrlichiose (Rickettsiose)
Ehrlichien (Rickettsien) sind Erreger, die in den sogenannten Monozyten leben. Sie werden durch die Bunt- oder Auzecke (Dermacentor reticulatus) übertragen. Akut an Ehrlichose erkrankte Tiere können unter hohem Fieber, Apathie, Fressunlust, Lymphknotenschwellungen und Blutungen leiden. Chronisch an Ehrlichiose erkrankte Hunde magern ab und zeigen eine deutliche Blutungsneigung.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) beim Menschen
Die Viren der FSME werden durch den gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus) übertragen. Die Symptome der FSME sind oft unklar. Mattigkeit, Fieber und Bewegungsstörungen können Hinweise sein, im späteren Verlauf können auch Halsbeugestörungen auftreten.

Zwar lassen sich diese Erkrankungen bei Hunden behandeln, ihre Therapie ist aber in der Regel langwierig und kostenintensiv. Umso wichtiger ist es, diesen Krankheiten durch einen wirksamen Zeckenschutz vorzubeugen.